Volles Haus beim FPÖ-Vortragsabend im Kolpinghaus Baden
Ein volles Kolpinghaus und großes Interesse an einem Thema, das viele Menschen unmittelbar betrifft: Unter dem Titel „Stromkosten und das Klima“ lud die FPÖ Baden am Donnerstag, 6. November 2025, zu einem aufschlussreichen Informationsabend ein.
FP-Obmann Mag. Gottfried Forsthuber eröffnete mit seinem Vortrag „Energiewende in Österreich – hohe Kosten, geringe Kontrolle“. Er zeigte auf, dass die sogenannte Energiewende längst zu einem milliardenteuren Systemumbau geworden sei – mit massiven Folgen für Konsumenten, Eigentum und Datenschutz.
„Bis 2040 müssen laut offiziellen Plänen über 50 Milliarden Euro allein in die Stromnetze investiert werden. Diese Kosten landen letztlich auf den Rechnungen der Bürger“, so Forsthuber. Er betonte, dass schon heute mehr als die Hälfte einer Stromrechnung aus Steuern, Abgaben und Netzentgelten besteht – von echter Marktliberalisierung könne keine Rede mehr sein.
Auch das neue Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) stand im Mittelpunkt: Es ist geplant, dass Smart-Meter-Zähler künftig alle 15 Minuten Verbrauchsdaten übertragen, das bisherige „Opt-out“ soll 2027 enden. Damit würden Konsumenten schrittweise die Kontrolle über ihre eigenen Daten verlieren, warnte Forsthuber, der dabei auch FPÖ-Energiesprecher LAbg. Dieter Dornerer zitierte. Dieser hatte bereits im Sommer während der Begutachtungsphase des neuen ElWOG vor einer „staatlichen Abzocke“ gewarnt.
Im zweiten Teil des Abends sprach der Grazer Physiker Dr. Bernhard Strehl, Physiker und Wissenschaftler (CERN u. a.), über die naturwissenschaftlichen Grundlagen des Klimawandels. Er argumentierte, dass sich das Klima in regelmäßigen Zyklen verändert und viele Einflussfaktoren – etwa die globale Wolkenbedeckung, die kosmische Höhenstrahlung und die Sonnenaktivität – in der heutigen Klimaforschung zu wenig berücksichtigt werden.
„Der CO₂-‚Treibhaus‘-Effekt ist physikalisch sehr stabil und verkommt in der öffentlichen Debatte zu einem leeren Schlagwort“, so Strehl. Seine Arbeit erklärte er anhand von verschiedenen, wissenschaftlich überprüften Forschungsergebnissen, den anerkannten Milanković-Zyklen (Bewegung der Erde um die Sonne) und den Sonneneruptionen. Strehl nimmt in der öffentlichen Debatte damit bewusst eine Gegenposition ein. Um „das Klima“ zu verstehen, brauche es Physiker, denn der Treibhauseffekt sei ein Effekt von Infrarot-Emissionen und Infrarot-Absorptionen – er hänge eng mit der Sonne und ihren Zyklen zusammen.
In der anschließenden Diskussion wurden zahlreiche Fragen gestellt – von der Preisentwicklung über Netzsicherheit bis hin zu den praktischen Auswirkungen der Klimapolitik. Viele Besucher zeigten sich dankbar für die sachliche und faktenbasierte Aufbereitung der komplexen Themen.
FP-Obmann Mag. Gottfried Forsthuber zeigte sich über das große Interesse erfreut:
„Das Thema betrifft uns alle – von den Stromkosten bis zum Datenschutz. Die Energiewende ist aktueller denn je, ihre finanziellen Folgen spüren wir alle – auch hier in Baden. Beispiele wie 500.000 Euro jährliche E-Scooter-Kosten zeigen, dass Klimaideologie und Symbolpolitik am Ende nicht das Klima schützen, sondern die Bürger zusätzlich belasten.“
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